Archive for Januar, 2008

Zucker bei Babys – ja oder nein?!

Gesund wollen wohl viele Eltern ihre Babys und Kinder ernähren. Aber trotzdem werden oft schon sehr früh Zuckerprodukte (und hiermit meine ich Produkte mit Industrie- und Haushaltszucker) gegeben. In meinem Umfeld gibt es spätestens am 1. Geburtstag den mit Zucker gesüßten Geburtstagskuchen. Wir haben uns gefragt: Muss das wirklich sein?!

Mein Mann und ich haben uns mit dem Thema Zucker – ja oder nein? viel auseinandergesetzt und sind zu dem Ergebniss gekommen: Zucker ist für Babies/Kleinkinder nicht notwendig und sogar schädlich (wie sehr der Zucker dem Kind schadet ist natürlich auch immer davon abhängig wieviel Zucker man gibt). Unsere Schlussfolgerung wurde von unterschiedlichen Untersuchungsergebnissen beeinflusst:

– Zucker kann zu 98% nicht vom Körper verwertet werden. Das heißt, dass der Körper nur von 2% des Zuckers profitiert und für die verbleibenden 98% zusätzliche Energie aufbringen muss, um den Zucker wieder aus dem Körper auszuscheiden.

– Zucker hemmt die Kalziumverwertung und führt sogar zu Kalziumverlust (und gerade bei Babies und Kleinkindern – aber auch bei Jugendlichen – läuft der Knochenaufbau, wofür Kalzium unentbehrlich ist, auf Hochtouren).

– Zucker macht süchtig (und deshalb ist auch fast allen Lebensmitteln Zucker zugesetzt – das wirkt sich höchst positiv auf den Geldbeutel der Anbieter aus)!

– Der Geschmackssinn wird vorallem in den ersten Lebensjahren geprägt und beeinflusst spätere Vorlieben stark.

– Während Babies noch 10.000 Geschmackszellen haben, haben wir als Erwachsene gerade nochmal rund 200. Kinder schmecken also viel intensiver als Erwachsene.

Viele mögen jetzt sagen: „Aber jedes Kind braucht doch Zucker!“ Ja, das stimmt. Aber keiner braucht Industrie- und Haushaltszucker. Es gibt so viele gesunde Alternativen, die natürlichen Zucker (wie z.B. Fruchtzucker) enthalten. Aber auch die in Kartoffeln und Nudeln enthaltene Stärke wird im Körper in Zuckermolekühle umgewandelt. Es ist also nicht so, als würde jemand, der seinem Kind keinen „normalen“ Zucker gibt, ihm jeglichen Zucker vorenthalten.

Dazu mögen es Menschen von Natur aus süß – schon die Muttermilch ist süß. Aber für mich gibt es hier eben den Unterschied zwischen natürlicher und industrieller Süße. Und es gibt wirklich sooo viele leckere und gesunde Alternativen; z.B. reines Obst, Rosinen, Datteln etc., aber auch Backrezepte (bei denen z.B. mit Banane und Datteln gesüßt wird). Es erfordert etwas Kreativität, wenn man sein Kind ohne Zucker erziehen und ihm trotzdem leckere und besondere Dinge anbieten möchte. Aber ich denke, es lohnt sich und ich kann nur alle Eltern zur (möglichst) zuckerfreien Ernährung ihrer Kinder ermutigen!

PS: Unser Sohn ist inzwischen knapp 15 Monate und wir versuchen natürlich weiterhin ihn zuckerfrei zu ernähren. Gleichzeitig möchten wir aber auch sehen wie es ihm (und uns) dabei geht, so dass dieser Weg für keinen zum Stress wird (dann vielleicht doch lieber ab und zu einen Keks oder ein Stückchen Schokolade… ich weiß es nicht.). Aber jetzt warten wir erst einmal ab…

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Sonnenblumenöl: eine einfache, natürliche und günstige Babypflege

Ingeborg Stadelmann empfiehlt in ihrem Buch Die Hebammen-Sprechstunde eine sehr einfache, natürliche und günstige Babypflege: Sonnenblumenöl. Anstatt spezielle Babyprodukte hierfür zu kaufen, kann man einfach mit diesem (biologischen) Öl die Babyhaut bei Bedarf einreiben. Das hat den Vorteil, dass dieses „Babyöl“ ganz natürlich ist (also naturbelassen ist und keine für den Babykörper schädlichen – und unnötigen – Inhaltsstoffe enthält), dass es einfach ist (nur ein Öl für die gesamte Körperpflege inklusiv Windelbereich) und dass man hierfür nicht so tief in die Tasche greifen muss wie für herkömmliche Babyprodukte (vorallem wenn sie bio sein sollen). Und eine Flasche Sonnenblumenöl hält wirklich Monate lang.

Zudem muss das Kind nicht nach jedem Baden eingeölt werden, sondern nur, wenn die Haut trocken ist. Oder man gibt ein paar Tropfen Öl ins Badewasser anstatt einzuölen. Auch für den Windelbereich haben wir das Sonnenblumenöl benutzt und gar keine spezielle Pocremes benötigt. Wenn der Po dann dochmal wund war, hat Muttermilch und viel frische Luft immer ganz wunderbar geholfen.

Die einfachsten und natürlichsten Dinge helfen manchmal (oder fast immer?!) am besten…

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Kinderwagenkauf

Die Kinderwagenwahl war unsere erste Geburt (die Namenswahl die zweite und dann endlich die unseres Sohnes!). Ich hatte mich unglaublich viel zu diesem Thema im Internet informiert. Und als ich endlich wusste, was ich wollte (hier überließ mir mein Mann die Entscheidung), musste dieser Kinderwagen hier auf Mallorca nur noch gefunden werden. 🙂

Welcher Typ Kinderwagen am besten ist, hängt ziemlich von den eigenen Bedürfnissen ab. Große Räder eignen sich z.B. für unebene Wege, kleine Räder eher für die Stadt. Wir selbst haben relativ große Räder. Wichtig finde ich aber vorallem, dass sich die Vorderräder drehen. So ist der Wagen auch trotz großen Rädern sehr wendig und man kommt um jede noch so enge Kaufhausecke herum. Praktisch finde ich auch, dass wir bei unserem Wagen zuerst eine Schale und später einen Sitz drauf montieren konnten. Zudem konnten wir die Schale auch mit Kind im Auto transportieren. Hierzu gibt es spezielle Vorrichtungen an der Schale und einen extra Gurt, der noch dazu gekauft werden muss. So mussten wir unseren Sohn nicht gleich in einen MaxiCosi stecken und er konnte immer schön weiterschlafen, wenn’s ins Auto oder aus dem Auto raus ging. Und dann fand ich noch ganz, ganz wichtig, dass die Liegeschale groß genug ist. Gerade wenn das Baby längere Zeit im Kinderwagen ist, ist es für den Rücken besser, wenn sich das Baby recken und strecken kann und im Allgemeinen genügend Platz hat. Vielleicht betrifft dieses Thema aber eher Mütter in Spanien bzw. auf Mallorca. Hier ist es gerade Mode die Kinder ständig im MaxiCosi zu haben, der auch auf das Kinderwagengestellt montiert werden kann. Deshalb werden viele Kinderwägen entweder nur mit einer kleinen Schale (für die ersten 6-8 Wochen) oder nur noch mit MaxiCosi angeboten. Es war unglaublich schwer hier auf Mallorca einen Kinderwagen mit großer Liegeschale (und angemessenem Preis!) zu finden.

Im Internet bin ich dann zufällig auf die Marke Bebecar gestoßen, die hier auf Mallorca in nur vier Geschäften (Deseos de Bébé in Palma und Carrió in Palma, Muro und Manacor) vertrieben wird. Die Kinderwägen von Bebecar haben eben diese große Liegeschale (mit Anschnallmöglichkeit im Auto), sind super stabil, schön und im Verhältnis preisgünstig (oder vielleicht sollte ich lieber sagen, dass Bebecar ein gutes Preis-Leistungs-Angebot hat). Wir haben uns aus optischen Gründen für den Vector von Bebecar entschieden und haben hierfür (ohne MaxiCosi, da wir den schon hatten) 480€ gezahlt. Wir sind heute noch sehr zufrieden mit unserem Kinderwagen und würden diese Wahl jederzeit wieder treffen!

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Alles rund um Babytragen bei www.tragezauber.de

Tragezauber - Babytragen und mehr

Dass das Getragenwerden eine besondere Beziehung zwischen Eltern und Kindern schafft und dazu noch für beide gesund ist, wird immer mehr anerkannt. Auch wir haben es lieben gelernt, unseren Sohn zu tragen…

Ich weiß nicht, ob es noch ein Geheimtipp ist, aber als ich nach einer Alternative bzw. einer Erweiterung zu unserem Tragetuch im Internet recherchiert habe, bin ich auf die Website Tragezauber gestoßen. Was für ein Geschenk!!! Die Seite hat mich gleich von Anfang an angesprochen, da sie übersichtlich, schlicht, aber trotzdem sehr ansprechend gestaltet ist. Die Auswahl an Babytragen ist sehr umfangreich, so dass sicherlich für jedes Mutter- bzw. Vaterherz etwas dabei ist. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, war der Service, der von Annett Müller, der Besitzerin dieses Shops, angeboten wird. So einen schnellen, kompetenten, vertrauenswürdigen und umfassenden Service habe ich noch nie erlebt (weder im Internet noch sonstwo)!

Doch die „richtige“ Trage zu finden ist nicht immer ganz leicht. Es gibt zwar viele Kundenbewertungen auf der Website, aber da jedes Kind und jede Mutter/jeder Vater eben anders sind, gibt es auch nicht die ultimative Trage. Hierfür bietet Annett Müller Tragezauber-Testsets an. Man kann sich mehrere Tragen zuschicken lassen, muss davor nur eine Kaution überweisen. Gefällt einem am Ende eine der Tragen, kann man sich diese kaufen und bekommt die Kaution (weniger den Preis der ausgewählten Trage, 10€ Bearbeitungsgebühr und ggf. 5€ bei Gebrauchsspuren) sofort wieder zurück. Das Porto wird ebenfalls von Tragezauber übernommen. So hat man am Ende nur einen „Verlust“ von 10€ und eine Trage, die den eigenen Ansprüchen genügt. Die Website wird ständig erweitert und das Angebot umfasst inzwischen vielleicht nicht alles, aber viele alternative Artikel rund um’s Baby.

Schaut doch einfach mal bei Tragezauber vorbei. Es lohnt sich!!!

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Heilpraktiker & Geburtshelfer Miguel Mantxola (Mallorca)

Als wir nach Mallorca kamen und ganz besonders als ich schwanger wurde, habe ich das vielseitige Angebot an gesunden Alternativen zur Schuldmedizin in Deutschland sehr vermisst. Und auch die Schwangerschaftsbetreuung hatte ich mir, aufgrund meines Wissens wie es in Deutschland abläuft, ganz anders vorgestellt. Ich habe einige Enttäuschungen erlebt und war daher umso dankbarer als uns die Adresse eines Heilpraktikers und Geburtshelfers in die Hände fiel (besser gesagt, sind wir nach langem Suchen im Internet auf sie gestoßen): Miguel Mantxola.

Miguel Mantxola behandelt seine Patienten mit Homöopathie, bietet umfassende Schwangerschaftsvorbereitung und -nachbereitung an und ist dazu noch Geburtshelfer, der Hausgeburten unterstützt. Für letzteres arbeitet er in einem Team und bietet ein vollständiges Paket mit vorbereitenden Untersuchungen, Geburt und Nachbereitung an. Insgesamt verlangt er hierfür 1500€, was erstmal viel erscheinen mag, aber letzten Endes völlig gerechtfertigt ist, wenn man sieht, was in diesem Preis alles enhalten ist. Wir waren nahe dran, uns für eine Hausgeburt zu entscheiden, sind aber dann (leider!) doch in ein Krankenhaus gegangen. Wir hatten uns eine möglichst natürliche Geburt gewünscht und hätten wir gewusst, wie die Geburt in einem Krankenhaus abläuft (zumindest in Son Dureta, wo wir waren), wäre unser Sohn doch Zuhause geboren. So heben wir uns diese Erfahrung für das nächste Kind auf…

Die allgemeinen Beratungen bei Miguel sind auch sehr erschwinglich. Für eine Stunde Beratung berechnet er 30€, für eine Telefonberatung 3,50€ (was man beim nächsten Besuch zahlt). Er nimmt sich immer sehr viel Zeit für seine Patienten, so dass man sich gut aufgehoben fühlt (aber eben auch längere Wartezeiten einrechnen muss). Zu finden ist Miguel Mantxola in Binissalem, einem kleinen Dorf ca. 25 min. von Palma. Seine Telefonnummer ist 971 511 024 – aber ich bin mir nicht sicher, ob er auch deutsch oder englisch spricht (das finde ich bei meinem nächsten Besuch heraus).

Mich beruhigt es wirklich unglaublich so einen tollen Heilpraktiker und Geburtshelfer hier in der Nähe zu haben!!!

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Wochenbetttipp: naturbelassenes Sitzbad

Einer meiner Favoriten aus dem Buch Die Hebammen-Sprechstunde von Ingeborg Stadelmann war das Sitzbad für das Wochenbett. Es basiert auf Toter-Meer-Salz-Basis und riecht unglaublich gut. Kamille blau, Lavendel extra, Rose, Rosengeranie und Scharfgabe sollen in Kombination mit dem Salz beruhigend, entspannend, klärend, wohltuend und regenerierend wirken, was ich auf jeden Fall bestätigen kann. Ich selbst habe das Sitzbad nach der Geburt immer als natürliche Intim-Spülung benutzt (etwas Salz in eine kleine Flasche, lauwarmes Wasser dazu und über den Intimbereich laufen lassen), weil ich mich nicht in eine Wanne oder Schüssel setzen wollte. Mein Dammschnitt (den ich meiner Meinung nach eigentlich nicht gebraucht hätte!) hat mir so gut wie keine Schmerzen bereitet und die Wunde ist wunderbar und schnell verheilt. Mir hat die kleine Flasche (100 gr) für 8,75€ locker gereicht bis mein Schnitt ganz verheilt war (und ich habe jedes Mal, wenn ich auf Toilette war, eine Spülung gemacht, weil’s einfach so angenehm war).

Viele der von Ingeborg Stadelmann vorgeschlagenen Produkte stellt sie selbst zusammen und vertreibt sie als Original IS-Aromamischungen (ihre eigene eingetragene und international registrierte Marke). Die Qualität scheint hochwertig, ihre Produkte sind naturbelassen und aus möglichst kontrolliertem Anbau. Zu beziehen sind sie bei der Bahnhof Apotheke.

Ich kann jeder Frau für ihr Wochenbett dieses natürliche und unglaublich angenehm duftende Sitzbad empfehlen!!!

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Die Hebammen-Sprechstunde von Ingeborg Stadelmann

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Zu Beginn meiner Schwangerschaft habe ich mir auf Empfehlung einer Freundin hin das Buch Die Hebammen-Sprechstunde von Ingeborg Stadelmann besorgt. Auch wenn das Geld zu diesem Zeitpunkt knapp war, habe ich nicht länger überlegt; schon der Bucheinband war ansprechend und das Inhaltsverzeichnis äußerst übersichtlich. Die Hebammen-Sprechstunde ist ein ausführlicher Ratgeber mit vielen alternativen, natürlichen und gesunden Tipps und Tricks für Schwangerschaft, Geburt und dem danach. Neben ihren alternativen Vorschlägen, beschreibt Ingeborg Stadelmann aber auch immer die Methoden der Schulmedizin. Es geht aber nicht nur um Tipps und Tricks. Es werden auch die einzelnen Stadien der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Lebenswochen des Babys (soweit wie das in verallgemeinerter Form möglich ist) beschrieben.

Mir hat dieses Buch sowohl eine möglichst natürliche Schwangerschaft und Geburt als auch einen gesunden Lebensstart für unseren Sohn ermöglicht. Für mich war Die Hebammen-Sprechstunde eine Art „Schwangerschafts-Bibel“, die mir sehr viel Sicherheit gegeben hat und die ich nicht hätte missen wollen.

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